Artikel: Warum viele Beziehungen scheitern 💔

Warum viele Beziehungen scheitern 💔
Hey Herzmensch,
heute möchte ich dir zwei Dinge erzählen, die ich in meiner Beziehung immer wieder genauso machen würde, weil sie für mich einen riesigen Unterschied gemacht haben – in der Art, wie ich mich selbst in einer Beziehung erlebe und wie stabil sich die Beziehung zu meinem Partner langfristig entwickelt hat.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen!
2 Dinge, die ich nie wieder anders machen würde
Wenn ich auf frühere Beziehungen zurückblicke, wird mir heute immer klarer, dass viele Konflikte oder Enttäuschungen gar nicht unbedingt aus fehlenden Gefühlen entstanden sind.
Oft lag die Schwierigkeit vielmehr darin, dass mir über einige grundlegende Dinge lange Zeit selbst nicht wirklich klar war: über meine Bedürfnisse, über meine Grenzen und darüber, wer ich in einer Beziehung eigentlich sein möchte.
Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass Beziehungen nicht nur daran scheitern können, dass Menschen nicht zusammenpassen. Manchmal scheitern sie auch daran, dass beide versuchen, die Person zu sein, von der sie glauben, dass der andere sie sich wünscht.
Man passt sich ein wenig an, versucht verständnisvoll zu sein, macht Kompromisse – und merkt dabei manchmal erst sehr spät, dass man sich selbst ein Stück weit verloren hat.
Für mich haben sich deshalb zwei Dinge als besonders wichtig herausgestellt.
1. Ich sollte mir über meine tatsächlichen Bedürfnisse klar sein
Lange Zeit habe ich Kompromisse in Beziehungen als etwas betrachtet, das selbstverständlich dazugehört. Und bis zu einem gewissen Punkt stimmt das natürlich auch.
Beziehungen entstehen schließlich zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Gewohnheiten und Erwartungen.
Was ich jedoch erst später verstanden habe, ist der Unterschied zwischen Bedürfnissen, über die man verhandeln kann, und solchen, die für das eigene Wohlbefinden wirklich grundlegend sind.
Ich unterscheide heute für mich zwischen optionalen und elementaren Bedürfnissen.
Optionale Bedürfnisse sind Dinge, bei denen es Spielraum gibt. Dinge, über die man sprechen und bei denen man auch Kompromisse finden kann, ohne dass sich etwas im Inneren dauerhaft falsch anfühlt.
Elementare Bedürfnisse dagegen betreffen oft sehr grundlegende Aspekte einer Beziehung: Wie wichtig ist mir das Sprechen über Gefühle? Körperliche Nähe? Kommunikation? Gemeinsame Zeit? Oder auch eine gewisse Übereinstimmung darin, wie man sich das gemeinsame Leben vorstellt?
Früher habe ich versucht, auch bei solchen Themen Kompromisse zu machen, weil ich dachte, dass genau das der Preis für eine funktionierende Beziehung ist.
Mit der Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass Kompromisse bei elementaren Bedürfnissen oft nicht wirklich tragfähig sind. Sie verschieben das Problem nur – und irgendwann entsteht daraus ein Konflikt, der häufig in einer Trennung endet, die eher spät kommt als zum eigentlich notwendigen Zeitpunkt.
Für mich hat sich deshalb etwas Entscheidendes verändert, als ich begonnen habe, mir meine Bedürfnisse bewusst zu machen, sie klar zu benennen und auch auszusprechen:
Ich wusste ab dann überhaupt erst, was ich innerhalb einer Partnerschaft suche und wer ich darin sein möchte.
Und ich konnte relativ früh erkennen, wenn eine Kennenlernphase ins Leere laufen würde.
Ergo: Niemand verschwendet Zeit.
2. Ich darf ich selbst sein
Die zweite Sache, die ich heute nicht mehr anders machen würde, klingt fast noch einfacher – ist aber im Dating oft überraschend schwer umzusetzen: wirklich ich selbst zu sein.
Wenn wir jemanden kennenlernen, passiert es schnell, dass wir beginnen, uns ein Stück weit anzupassen. Man beobachtet, wie der andere reagiert, welche Seiten gut ankommen und welche vielleicht weniger.
Ohne es bewusst zu planen, entsteht dann manchmal eine Version von uns, die stärker auf das ausgerichtet ist, was wir glauben, dass unser Gegenüber sich wünscht.
Das ist ein sehr menschlicher Mechanismus.
Gleichzeitig liegt genau darin eine Gefahr.
Wenn eine Verbindung auf einer Version von uns entsteht, die vor allem darauf ausgerichtet ist, zu gefallen, kann sich die Beziehung zwar zunächst gut anfühlen – aber sie basiert nicht vollständig auf Authentizität.
Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass sich Beziehungen für mich viel stabiler anfühlen, wenn ich von Anfang an versuche, möglichst nah bei mir selbst zu bleiben.
Das bedeutet nicht, rücksichtslos zu sein. Aber es bedeutet, meine Gedanken, meine Eigenheiten und auch meine Unsicherheiten nicht zu verstecken, nur um besser dazuzupassen.
Der vielleicht schönste Effekt daran ist, dass sich dadurch auch etwas Entscheidendes verändert:
Wenn jemand bleibt, dann nicht wegen einer Rolle, die ich gespielt habe, sondern wegen der Person, die ich tatsächlich bin.
Und wenn jemand geht, weil ich mich authentisch zeige, dann ist das der klarste Beweis, dass es kein Match ist.
Nicht jede Geschichte muss zu Ende geschrieben werden.
Vielleicht liegt eine der größten Chancen in Beziehungen deshalb genau darin, zwei Dinge gleichzeitig zu tun:
ehrlich zu sehen, was wirklich da ist
und gleichzeitig authentisch zu bleiben und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
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Much love
Deine Ana 💫